Österreich

PRESSEMITTEILUNG Geprüfte Brandschutzlösungen

29.10.2015
Trinkwasser-/ Heizungsinstallation
FRÄNKISCHE: Positiver Brandversuch mit Rockwool RW 800

Geprüfte Brandschutzkombinationen der Fränkischen Rohrwerke mit Brandschutz-­Komponenten der Firmen Doyma und Rockwool bieten einfache und praxisgerechte Brandschutz-­Lösungen für das alpex Mehrschichtverbundrohrsystem in der Trinkwasser-­ und Heizungsinstallation sowie in der Mischinstallation mit Abwasserrohren aus Kunststoff und Metall.


Brände werden sich nie vollständig verhindern lassen, ausreichender baulicher Brandschutz kann aber ihre Ausbreitung, zumindest für einen gewissen Zeitraum, erschweren. Vor allem gemeinsame Schächte für Trinkwasser-­ und Heizungsinstallation sowie Lüftung und Elektroleitungen sind aus brandschutztechnischer Sicht immer kritische Punkte. Für größtmögliche Sicherheit müssen Durchbrüche durch tragende, aussteifende oder raumabschließende Bauteile wie Wände und Decken sowie Installationskanäle ausreichend abgeschottet werden, sodass auch die brennbaren Rohrleitungen über dieselbe Feuerwiderstandsfähigkeit verfügen wie diese.

Aktiv für den Brandschutz

Der vorbeugende Brandschutz in der Haus-­ und Gebäudetechnik ist eine wesentliche Säule zum Schutz von Leib und Leben. „Wir bei FRÄNKISCHE sind deshalb aktiv geworden, um den Brandschutz generell und in Mischinstallationen mit unseren alpex-­Rohren schnell und regelkonform umzusetzen“, sagt Matthias Beyerlein, Anwendungstechniker im Geschäftsbereich Haustechnik. Denn alpex F50 PROFI (Dim. 16 – 32 mm) und alpex L (Dim. 40 – 75 mm) sind beliebte Rohrsysteme für Trinkwasser und Heizung in der Gebäudetechnik. Seit Januar 2013 besitzen die Fränkische Rohrwerke ein eigenes allgemeines Bauaufsichtliches Prüfzeugnis (ABP) mit der Nr. 3147/584/11-­MPA-­BS für das alpex Mehrschichtverbundrohrsystem 16 – 75 mm mit der Rockwool Lapinus Rohrschale 800 für brennbare Rohre. Die geprüfte Abschottung entspricht in Kombination mit den Mehrschichtverbundrohren alpex F50 PROFI 16 – 32 mm und alpex L 40 – 75 mm der Feuerwiderstandsklasse R30 – R90 bzw. 120 beim Einbau in Massivdecken der Feuerwiderstandsklasse R30 – R90 bzw. 120.

Vorteile von Mehrschichtverbundrohren

Im Brandschutz in der Haustechnik überzeugen Mehrschichtverbundrohre mit einer ganzen Reihe von Vorteilen. Die preiswerte Wärmedämmung durch Rockwool RW 800 dient gleichzeitig als Brandschutzbekleidung von brennbaren Rohrleitungen. So können Installateure die Brandschutzabschottungen, sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch, einfach selbst ausführen. Die weiterführende Dämmung kann aus einem B2-­Werkstoff bestehen, da – anders als bei metallenen Rohren – keine Wärmeübertragung über das Rohr stattfindet. Deckendurchführungen benötigen insgesamt lediglich Dämmungen von >500 mm Länge, während bei den nicht brennbaren Metallrohren mindestens 1 m Länge notwendig ist.

Null-­Abstand nun auch in Mischinstallationen

In einem weiteren Brandversuch unterzog Fränkische gemeinsam mit den Partnern Doyma, Düker und Geba bei der MPA Braunschweig eine Mischinstallation einer intensiven Null-­Abstandsprüfung mit alpex-­Rohren sowie brennbaren und nichtbrennbaren Abwasserrohren. Dabei wurden die brennbaren alpex
Mehrschichtverbundrohre der Dim. 16 – 75 mm, abgeschottet mit Rockwool Lapinus Rohrschale 800, in drei unterschiedlichen Installationen getestet:

-­ Brennbare Abwasserrohre aus Kunststoff: alle Rohrhersteller und Werkstoffe gemäß Doyma abZ bis DN 100 bzw. DN 150, abgeschottet mit Doyma Curaflam XS Pro.
-­ Nicht brennbare Abwasserrohre (Mischinstallation) aus Guss (Düker-­SML A1) mit Übergang auf Kunststoff bis DN 150, abgeschottet mit Doyma Curaflam Konfix PRO (abZ Z-­19.17-­2074)
-­ Nicht brennbare Abwasserrohre als reine Gussinstallation (Düker-­SML A1), abgeschottet mit Doyma Curaflam Rollit

„Der Brandversuch hat bestätigt, dass Mischinstallationen, die das alpex-­System mit Fremdsystemen für die Abwasserentsorgung kombinieren, im Null-­Abstand möglich sind“, berichtet Matthias Beyerlein. Die geprüfte Sicherheit im Brandschutz beruht dabei auf den geeigneten brandschutztechnischen Abschottungen mit der Rockwool RW 800 für brennbare und nicht brennbare Rohrleitungen. Die Rohrschale ist druckbelastbar, formstabil, nicht brennbar und besitzt einen Schmelzpunkt von mehr als 1.000 °C. Zur
leichteren Montage ist die aluminiumkaschierte Rohrschale einseitig geschlitzt. Im geprüften System ist der Einbau nur in Massivdecken mit mehr als 150 mm Dicke, einer Mindestlänge der RW 800 Rohrschale von mehr als 500 mm und einer Mindest-­
dämmdicke von mehr als 20 mm erlaubt. Im Nullabstand darf sie lediglich symmetrisch angeordnet werden, asymmetrisch mit einem Rohrabstand von mindestens 100 mm.

Wahlfreiheit für Anwender

Es gibt bereits verschiedene geprüfte Brandschutzlösungen von namhaften Herstellern in Kombination mit dem alpex-­Installationssystem, zum Beispiel von Armacell mit dem Produkt Protect R-­90 oder der Doyma Brandschutzmanschette Curaflam SM Pro. Auch mit der brandschutzsicheren Rockwool R90 Rohrdurchführung Conlit 150 U aus Mineralwolle besteht ein geprüftes System für Brandschutz in der alpex-­Installation. „Mit unserem eigenen allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis (ABP) ’FRÄNKISCHE alpex Mehrschichtverbundrohre‘ mit der Rockwool Lapinus Rohrschale 800 bieten wir dem Anwender zudem eine weitere Alternative“, sagt Willi Mattolat, Produktmanager Rohrleitungssysteme des Geschäftsbereichs Haustechnik.

Das eigens geprüfte ABP von FRÄNKISCHE sowie die weiteren Brandschutzlösungen lassen dem Anwender größtmögliche Wahlfreiheit für seine tägliche Arbeit: Denn der Systemhersteller aus Königsberg betrachtet und prüft seine alpex-­Systeme nicht nur isoliert, sondern testet sie – wie im Brandversuch – auch in praxisnahen Mischinstallationen mit geprüften und zugelassenen Produkten anderer namhafter Hersteller.

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